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Standorte

Ausstattung und Ressourcen

Das CNSMD Lyon ist in einem sehr repräsentativen Gebäudekomplex aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Das Kloster der Dames de Sainte-Elisabeth wurde nach der Französischen Revolution von der Veterinärhochschule Lyon übernommen und hat inzwischen einige moderne bauliche Ergänzungen erfahren.

Das CNSMD verfügt über 110 Unterrichtsräume und öffentliche Konzertsäle, darunter die Salle Varèse, Salle d’ensemble und das Amphitheater Darasse.

ZUGANG FÜR BEHINDERTE PERSONEN

Dieser Zugang für behinderte Personen wird durch gegenwärtig geführte Umbauarbeiten möglich gemacht. Die Salle Varèse und Salle d’ensemble sind schon jetzt für behinderte Personen zugänglich. Bitte wenden Sie sich an das CNSMD Lyon, um den Zugang bei unseren Veranstaltungen am besten vorzubereiten.

SALLE VARÈSE

Dieses Auditorium mit 280 Sitzplätzen ist nach dem berühmten Komponisten Edgar Varèse benannt. Es besitzt eine komplette audiovisuelle Ausstattung. Hier finden alle Veranstaltungen der öffentlichen Saison des CNSMD Lyon statt.

SALLE D’ENSEMBLE

Dieser Saal ist für das Auftreten kleiner Ensembles vorbehalten und kann 50 Zuschauer empfangen. Er besitzt eine spezifische akustische Ausstattung und eine technische Regie.

DAS AMPHITHEATER DARASSE

Früher war dieses Amphitheater unter dem Namen Amphitheater Chabrol bekannt. Die jeztige Bezeichnung verdankt es dem ersten Orgeldozenten des CNSMD: Xavier Darasse. Hier steht seit 1993 die große Grenzing-Orgel .

Diese für Aufnahmen und Konzerte oft verwendete Orgel ist aufgrund ihrer Harmoniserung und ihres Stils auch für Aufführungen der Kammermusik der Alten Musik geeignet, sie entstammt einem originellen Konzept, das Jean Boyer im Programm des Einweihungstags klar analysiert hat:

« Die Orgel des CNSMD wurde von Xavier Darasse erdacht. Ein ehrgeiziges Vorhaben: vor allen Dingen soll es ein rassiges Instrument sein, das gleichwohl im Dienst eines breitgefächerten Repertoires stehen kann. »

Gewählt wurde ein sächsisches Modell aus dem 18. Jahrhundert, das seinerzeit schon den Einfluss mehrerer Stilströmungen aufwies und als eine Hauptcharakteristik die Vielfalt der Grundstimmen, die sich ineinandermischen ließen, hatte.

Es wurde jedoch beschlossen, sich nicht mit der Kopie eines historischen Instruments zu begnügen. Die Tonfarbe sollte eine persönliche Komponente sein, zugleich angelehnt an die ursprüngliche Option und angepasst an die Raummaße, in die die Orgel eingebaut werden sollte. Die ganz besonders schwierige Harmonisierung erforderte ein ungewöhnliches Talent.

Gerhard Grenzing, der mit dem Bau und der entgültigen Konzeption des Instruments beauftragt wurden, hat die Herausforderung angenommen und hat, weit über das gesteckte Ziel hinaus, ein echtes Meisterwerk geschaffen.

Bei dieser mit drei Manualen, Pedaltastatur und mechanischem Zug ausgestatteten Orgel hat Jean-Pierre Decavèle die Disposition fixiert, Walther Laible das Gehäuse gezeichnet und Bernard Sibieude die Polychromie gewählt; sie verfügt über 37 Register (Hauptwerk, Positiv, Oberwerk, Pedaltastatur).

SONSTIGE AUSSTATTUNGEN

Die Fachgruppe Komposition und Tonsatz verfügt über sieben Studios, über ein Versuchsstudio von 70 m2 mit variabler Akustik, an das ein mehrspuriges Regiepult angrenzt, sowie über ein als Konzertregie dienendes Studio. Das Ganze ist an ein vernetztes informatisches System mit der audionumerischen Standardversion 5.1 angeschlossen.

Das CNSMD verfügt außerdem in seinen Mauern über eine Mensa und ein Studentenwohnheim.

AUßENBEREICH DES CNSMD

Die verschiedenen Gebäude sind von sehr schönen Gärten umgeben, die ehemals als Studiergelände der ehemaligen Veterinärhochschule dienten und wo einige seltene Bäume, etwa ein Tulpenbaum aus Virginia und ein Gingko Biloba, stehen.

Die Skulpturen Souffle de feuilles und Dessin de pierre sind auf das einem Künstler gewidmete 1% des Budgets jedes neuen staatlichen Baus zurückzuführen. Die Arbeit wurde Giuseppe Penone anvertraut.

Es sind zwei Seiten eines Werkes, die einander ergänzen: Souffle de feuilles (Atmende Blätter), zusammengehalten von fünf schlanken Baumstämmen, ist Spiegelung der Bäume unter den Bäumen, eine Bronze, die wie eine Rinde dunkel wird. Dessin de pierre (Steinerne Zeichnung) kommuniziert mit der Außenwelt durch einen bronzenen Mund und streckt sich spiralförmig als kupfernes Rohr aus, dessen Ende einen Abguss vom Inneren des Mundes von Penone mit zwei dicken Lippen aufweist, die an die Form einer Planzenknolle erinnert. Dieser Mund streut gegen die Mauer einen Wirbel schwarzer Blätter aus.

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