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Tanz

Leitartikel

Zweck der Hochschulausbildung in Tanz am CNSMD Lyon ist es, innerhalb von 4 Jahren (1 Vorbereitungsjahr und 3 Jahre Hauptstudium) Berufstänzer auf hohem Niveau auszubilden, die fähig sind, zu ihrer Kunst authentisch beizutragen und sowohl das Repertoire zu pflegen als auch neue Formen zu schaffen.

Seit 1987 begleitet der Tanzkursus des CNSMD Lyon jeden Studierenden in seiner eigenen Entwicklung entsprechend seinem Vorhaben und seinen Fähigkeiten. Das technische Können und die künstlerische Entwicklung sind der Zweck dieses Kursus, doch der vielfältige Unterricht, der das physische, geistige und künstlerische Potential fördert, ermöglicht die Entdeckung echter Talente, die bereit sind, eine anspruchsvolle Karriere anzufangen.

Die Besonderheit unseres Kursus liegt in der pädagogischen Praxis innerhalb und außerhalb des CNSMD, in der Zusammenwirkung der Kompetenzen und der Spezialitäten und der Gegenwart zahlreicher Mitwirkender in der Studienverwaltung und der technischen Abteilung.

Es entspricht der Grundphilosophie des CNSMD Lyon, dass die analytische Praxis den Studierenden den Zugang zu den Werken ganz besonders erleichtern soll.

Die Fachgruppe Tanz besteht aus einem permanenten Team von 15 Lehrenden und einer großen Zahl von Gastdozenten, insbesondere Choreographen. Alle bürgen für die Qualität des Unterrichts in einer sich ständig verändernden Kunst. Dem entpricht die Partnerschaft mit der Berufswelt sowie die evolutive Pädagogik der Fachgruppe.

Berufliche Ziele

Am Ende des Kursus soll der Tänzer eine technische Kompetenz auf hohem Niveau und dabei ein reifes künstlerisches Bewusstsein erworben haben, womit er zu einer Karriere als Solist, als Schöpfer oder in einer Balletttruppe fähig sein soll.

Die Ausbildung, die sich aus den verschiedenen theoretischen und praktischen Fächern (Tanz-, Kultur- und  Nebenfächer) in enger Beziehung zum Beruf selbst zusammensetzt, bezweckt die Beherrschung der Hauptgrundlagen der klassischen und zeitgenössischen Tanztechnik sowie die Entwicklung der Fähigkeit :

- sich bei einer persönlichen Arbeit voll einzusetzen
- sich einer großen Vielfalt choreografischer Stilrichtungen anzupassen
- das Erlebnis der Bewegung zu teilen
- einen Schaffensprozess einzugehen
- der eigenen Arbeit kritisch mit Argumentationssinn gegenüberzustehen
- pädagogische Arbeit zu leisten
- ein Projekt zu konzipieren und vorzustellen.

Am Ende der Ausbildung soll der Tänzer ebenfalls über eine gründliche choreografische Kultur, über musikalische, historische, anatomische und physiologische Kenntnise verfügen und Grundkennisse von den technischen, administrativen, juristischen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Seiten des Tänzerberufes besitzen.

Die Gesamtheit der Unterrichtsfächer bezweckt die berufliche Eingliederung als Choreograf, Interpret oder Lehrer.

Die Partnerschaft mit Hochschulinstitutionen (ENSBAL, ENSAL, ENSATT) entwickelt sich parallel zu vielfältigen Partnerchaften mit Kulturinstitutionen (Centre National de la Danse, Maison de la Danse à Lyon, le Toboggan de Décines, le Musée des Beaux-Arts, la Biennale de la danse, le Musée d’Art contemporain de Lyon). Dank dieser wertvollen Partnerschaften können die Studierenden innerhalb und außerhalb des CNSMD auftreten, noch bevor sie Teil des Jungen Balletts werden, und im Laufe des Kursus ihre eigenen beruflichen Beziehungen bereichern.

Im Kontakt mit dem Publikum, mit den kulturellen und technischen Teams der Bühnen und Theatersaisons wird der Tanzstudent darauf vorbereitet, persönlich zu Kunst und Kultur unserer Zeit beizutragen.

Jean-Claude Ciappara, Leiter der Fachgruppe Tanzstudien

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