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Musik

Alte Musik

Die Fachgruppe Alte Musik wurde 1988 zu dem Zweck gegründet, den Unterricht in der Mittelalter- und Renaissancemusik zu entwickeln. Seither wurden Musikformen bis hin zum Anfang des 19. Jhs ins Repertoire aufgenommen bezugnehmend auf das Fach Klassische Musik.

Zur Instrumentenausbildung auf höherem Niveau kommt in jeder Klasse eine Ensemblepraxis hinzu. So sind alle Lehrenden in Instrumentalfächern oder Gesang gleichzeitig verantwortlich für die Ensemblemusik.

Hinzu kommt, dass die Abteilung eine vollständige Fächergruppe anbietet, deren Zweck es ist, eine tiefe Erkenntnis der musikalischen Sprachen der Vergangenheit durch das Studium ihrer theoretischen und praktischen Quellen zu ermöglichen : Ars musica (Notationskunde, Solmisation, Kontrapunkt, Improvisation, Tonsatz), Musikdiskurs (Musikrhetorik), Generalbass (Harmonielehre), Ornamentik, Gesang, usw.

Außerdem hat die Fachgruppe eine intensive Forschungstätigkeit in den verschiedensten Gebieten der Interpretation: französische Musik, improvisierter Kontrapunkt der Renaissancezeit, Generalbassgruppen, Geigenbau, Musikrhetorik, Beziehung zu den mündlich überlieferten Musiktraditionen usw.

Die Studierenden treten regelmäßig in Konzerten auf, entweder im CNSMD Lyon oder im Rahmen einer Zusammenarbeit mit zahlreichen äußeren Partnern.

LEHRENDE

1. Zyklus Cembalo / Basso continuo: Jean-Marc Aymes, Yves Rechsteiner, Dirk Börner
2. Zyklus Cemalo: Jean-Marc Aymes
2. Zyklus: Basso continuo / Anführer: Yves Rechsteiner
2. Zyklus: Cembalo-Improvisation: Dirk Börner

Laute und Zupfinstrumente: Rolf Lislevand
Alte Harfen: Angélique Mauillon

Viola da gamba: Marianne Muller
Barockvioline: Odile Edouard
Barockcello: Emmanuel Balssa

Kornett: Jean Tubéry
Barocktrompete: Jean-François Madeuf
Saqueboute: Daniel Lassalle

Blockflöte: Pierre Hamon
Barockoboe: Patrick Beaugiraud
Barockfagott: Laurent Le Chenadec
Barockflöte: Amélie Michel

Gesang aus alter Musik: Robert Expert (Barockgesang), Anne-Catherine Vinay (Cembalo-Chorleiter), Anne Delafosse (Interpretation mittelalterlicher Repertoires, Ausbildung in polyphonischer Kunst);
Kazuya Gunji, Barockgesang des Begleiters

Themenworkshops: Barnabé Janin (Renaissance-Polyphonie), Jean Tubéry (Ornament aus dem 16. und 17. Jahrhundert), Rolf Lislevand (Improvisation), externer Gast (Ausbildung zum Sänger)

DIE VERFÜGBAREN INSTRUMENTE

Seit ihrer Gründung hat die Fachgruppe Alte Musik Instrumente in den verschiedensten Stilsphären angekauft, von einer mittelalterlichen Orgel (Neubau nach einem Gemälde von Van Eyck) bis hin zu einem 1828 von Fritz in Wien gebauten Hammerklavier. Cembalisten verfügen über italienische Cembali von Emile Jobin (Modelle des 16., 17. und 18. Jhs), aber auch über Cembali französischen Baustils (D.L., Modell Dumont und Yoshida nach einem anonymen Cembalo von 1679) oder deutschen und flämischen Baustils des 17. und 18. Jhs.
Andere Instrumente (Dowd, Chevallier) stehen in jedem Raum oder Arbeitsstudio ebenfalls zur Verfügung.

Ergänzt wird dieser Bestand durch ein nach einer Konstruktion von Haas gebautes Klavichord sowie durch ein Hammerklavier von C.Cl. nach Lengerer (Wien 1787).
Mehrere Orgeln, darunter ein « organo di legno » mit drei Registerzügen von B.F., dienen zur Begleitung.
Gambisten haben ein Ensemble von 7 Gamben von P.J. zur Verfügung. Mehrere andere Instrumente ergänzen das Instrumentarium, darunter ein Lirone und ein Violone.

In der Gruppe der Saiteninstrumente sind die mittelalterlichen Fideln, diverse Barockviolinen, -bratschen und -violoncelli zu finden mit einer großen Vielfalt an Streichbögen entsprechend den verschiedenen Violinschulen.

Die Gruppe der Lauten umfasst eine große Auswahl an Lauten vom 15. bis 17. Jh., Theorben, Vihuelas, Renaissance- und Barockgitarren, eine Cister (oder Pandore), eine gotische Harfe und eine Barockharfe.

Zwei Blockflötenensembles stehen den Studierenden zur Verfügung sowie mittelalterliche Flöten oder noch Hotteterre-Bassblockflöten.
Bei den Holzbläsern können sich die Studierenden mit Instrumenten des 17. Jhs vertraut machen (Dulzian) sowie mit Modellen der Barockzeit und der Klassik zu 430 Hz.

ATELIERS

Folgende thematische Ateliers werden das ganze Schuljahr durch von den Lehrenden der Fachgruppe organisiert.

Ausbildung zum Korrepetitor

Gastdozent

Polyphonie der Renaissance

Barnabé Janin

Ornamentik des 16. und 17. Jhs

Jean Tubéry

Improvisation

Rolf Lislevand

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